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Greensurance Stiftung

Für Mensch und Umwelt

Jeder Tropfen zählt!

Ich lasse meinen Blick über das Moor streifen. Dieser Weitblick über das Hochmoor fasziniert mich immer wieder. Das Moor zeigt sich als ein Mosaik aus kleinen, bunten Moospolstern. Dazwischen haben sich kleine Vertiefungen gebildet, in denen sich das Wasser sammelt. Wasser, das ist die Lebensader der Moore. Ohne Wasser – kein Moor. Daher gibt das Moor bei jedem Schritt ein schmatzendes Geräusch, wenn ich meinen Gummistiefel langsam aus dem Moor ziehe. Einige Schmetterlinge, Argusbläulinge, begleiten mich und meine Teilnehmer auf unserer Exkursion ins moorige Trischelfilz. Sie umfliegen uns. Ab und zu setzen sie sich auf unsere Hände. Die Kinder sind begeistert. An einigen Stellen hat die kleine Exkursionsgruppe bereits Sonnentau entdeckt, eine fleischfressende Pflanze, die hauptsächlich in Mooren vorkommt. An den Tentakeln hängen einzelne Wassertropfen.

Sonnentau 2 300x225 1 - Perfektes Rezept: AffogatoDie oben beschriebene Moor-Idylle im Hochmoor Trischelfilz ist jedoch bedroht. Und so wie dem Trischelfilz in Oberbayern bei Murnau am Staffelsee, geht es vielen Mooren in Bayern und Deutschland. Sie wurden vor Jahrzehnten mit Gräben durchzogen, um sie für den Menschen nutzbar zu machen. Meistens für die Energiegewinnung oder Landwirtschaft. Insgesamt sind in Deutschland 95% der Moore in einem ökologisch schlechten Zustand. Das heißt, dass die Moore entwässert, abgetorft, bebaut oder landwirtschaftlich und forstwirtschaftlich genutzt werden. Auch heute noch bestehen die meisten Gräben weiter und entziehen den Mooren sukzessive ihre Lebensgrundlage, das Wasser.

Im Boden von Mooren, dem sogenannten Torf, ist eine außergewöhnlich hohe Menge an Kohlendioxid (CO2) in Form von Kohlenstoff gebunden. Weltweit speichern Moore doppelt so viel Kohlenstoff wie alle Bäume der Erde. Und das auf nur 3% der Landoberfläche. Sinkt der Wasserspiegel im Moor, kommt es jedoch zur Zersetzung des Torfs. Es entsteht das klimaschädliche Gas CO2. Auf landwirtschaftlich genutzten Niedermooren sind es bis zu 30 Tonnen CO2 pro Jahr und Hektar. Zum Vergleich: Jeder Bundesbürger in Deutschland verursacht durchschnittlich 11 Tonnen CO2 pro Jahr. Klimaverträglich sind jedoch nur 2,5 Tonnen CO2 pro Weltbürger und Jahr.

Nur intakte Moore können langfristig Kohlendioxid speichern und so das Klima schützen. Durch eine Renaturierung der Moore können die CO2-Emissionen verringert bzw. gestoppt werden. Die wichtigste Maßnahme ist, das Wasser langfristig im Moor zu halten. Um das zu erreichen, werden alte Gräben geschlossen und nicht-heimische Bäume, die sehr viel Wasser ziehen, aus dem Gebiet entnommen. Das klingt im ersten Moment sehr einfach; erfordert jedoch viel Planung. So müssen die Flächen gesichert, die Gräben aufgenommen und die Maßnahmen geplant und durchgeführt werden.

Die gemeinnützige Greensurance Stiftung setzt die Renaturierung von Mooren (Wiedervernässung) als Klimaschutzprojekte regional in Oberbayern um. Das erste Projekt befasst sich mit einem Ausläufer des Murnauer Moos. Ziel ist es, den Klimaschutz nicht in andere Länder zu verlagern, sondern direkt vor der Haustür anzupacken. Zudem trägt die Renaturierung der Moore nicht nur zum Klimaschutz bei, sondern auch zum Arten- und Hochwasserschutz. Denn Moore sind Lebensraum für viele seltene, bedrohte und spezialisierte Arten. Allein im Trischelfilz gibt es Sonnentau, Bläulinge und die gerandete Jagdspinne. Moore nehmen zudem Wasser wie ein Schwamm auf. Bei starken Niederschlägen geben sie das Wasser zeitversetzt wieder ab und können somit zum Hochwasserschutz beitragen.

Aktiv werden, aber wie?

Es gibt verschiedene Wege wie jeder Einzelne sich für den Schutz der Moore und damit für den Klimaschutz einsetzen kann. Was viele nicht wissen: Blumenerde besteht zu 70-90% aus Torf, dem Moorboden. Für unsere schöne Blumenpracht im Garten werden somit einzigartige Lebensräume zerstört. Die gute Nachricht ist: Es gibt bereits viele Alternativen. Kaufen Sie torffreie Blumenerde. Doch Vorsicht vor »torfreduzierten« oder »torfarmen« Erden. Diese können noch bis zu 80% Torf enthalten. Und auch Bio-Erde kann auf Torfbasis bestehen. Alternativen sind bspw. Rinden-, Grüngutkompost oder Kokosfasern.

Die Renaturierung von Mooren vor Ort können Sie mit einer Spende oder einer Moorpatenschaft unterstützen. Die Moorpatenschaft gibt es bspw. ab 15,- € pro Monat. Als Moorpate erhalten Sie eine Spenden-Urkunde, können die Spende steuerlich absetzen und an einer Moor-Exkursion der Greensurance Stiftung kostenlos teilnehmen. Oder Sie packen in Ihrer Freizeit mit an und begleiten die Renaturierungsmaßnahmen durch Ihre praktische Arbeit. Unter allen Moorpatenschaften in 2017 verlost die Greensurance Stiftung drei DVDs des Films »Magie der Moore«! Jetzt Moorpate werden und gewinnen! Senden Sie uns dazu eine Mail an kontakt@greensurance-stiftung.de oder besuchen Sie uns auf www.greensurance-stiftung.de/moorpatenschaft.

Autor: Anna Schirpke · Fotos: © Greensurance Stiftung

Kontakt

Greensurance Stiftung, Für Mensch und Umwelt · Gemeinnützige Gesellschaft mbH · M.Sc. Anna Schirpke

Kaltenmoserstraße 10a · 82362 Weilheim i. OB · Tel. 0881-924533377 · kontakt@greensurance-stiftung.de

www.greensurance-stiftung.de

 

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