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Der Filterkaffee ist beliebter als jemals zuvor und erlebt mit der Karlsbader Kanne eine Aroma-Revolution

Letztens im Coffee-Shop. Totale Reizüberflutung. Iced Latte, Zimt-Frappuccino, oder doch lieber White Moccha? „Einen ganz normalen Kaffee. Haben Sie das?“, stammelt der verwirrte Kunde.

„Einen ganz normalen Kaffee. Haben Sie das?“

Milch, Sirup, Sahne – alles schien in letzter Zeit erlaubt, der Siebträger-Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. Doch dabei blieb eines auf der Strecke: Der ursprüngliche, fruchtig-aromatische Kaffeegeschmack, wie wir ihn noch aus Omas Küche zu riechen glauben. Der heißgeliebte Brühkaffee aus dem Melittafilter trat seinen Siegeszug durch die deutschen Küchen um 1908 an. Die Dresdnerin Melitta Bentz war genervt vom Kaffeesatz in der Tasse und experimentierte daraufhin mit Löschpapier und durchlöcherten Töpfen. Der Rest ist Geschichte. Im Laufe der Jahre wurden dann die Zubereitungsarten immer unübersichtlicher und abenteuerlicher, der Geschmack dadurch leider nicht unbedingt besser.

Heute gibt es beim Kaffee mehr Auswahl und vor allem bessere Bohnen-Qualität als jemals zuvor. Doch nur wer diesen richtig zubereitet, kann sich auch über perfekten Kaffeegenuss freuen. Nach ein paar Espresso-Seitensprüngen und Milchschaumabenteuern besinnt sich die Kaffeeszene deshalb, in der so genannten „Third Coffee Wave“, auf direkt gehandelten Kaffee – der zu Hause von Hand frisch gebrüht wird. Der direkte Kontakt von Kaffeemehl und Wasser sorgt dabei für optimale Entfaltung der Aromen, die nicht von Milch überdeckt werden oder durch Siebträgerdruck Gefahr laufen, sauer oder verbrannt zu schmecken.

“… hippe Baristi mit Porzellanfilter in der Hand und Vollbart im Gesicht…”

Wo man hinsieht brüht der Kaffeeliebhaber: hippe Baristi mit Porzellanfilter in der Hand und Vollbart im Gesicht, Chef-Kaffee-Sommeliers mit Karlsbader Kanne und Spezialitätenkaffee und Coffee-Geeks an der French Press zu jeder Tageszeit. Der Filterkaffee ist zurück, denn keiner schmeckt so intensiv und aromatisch wie er.

Wir bei der Kaffeerösterei leben den nostalgischen Genuss dann aber auch richtig Retro. Unser Liebling des Brühkaffees ist die Karlsbader Kanne. Prof. Edelbauer vom Wiener Kaffee Institut verrät im Interview: „Die Karlsbader ist der Rolls Royce der Kaffeezubereitung“.  Ihr Geheimnis ist das direkte Aufbrühen durch ein völlig geschmacksfreies Keramiksieb. So spart man sich die Papierfilter, die den Kaffee geschmacklich verunreinigen können.

Und das Tollste: Dank den kreativen koffeinliebenden Designern bei der Walküre Porzellanfabrik genießen wir Filterkaffee so stilvoll wie nie zuvor. Klassischer Stil neu interpretiert in feinster Porzellanqualität garantiert unvergleichlichen Genuss für Mund, Augen und Seele.

How To
So gelingt die perfekte Tasse Kaffee mit der Karlsbader oder neu der Bayreuther Kanne:

Zum Erwärmen des Porzellans werden zuerst Filter und Kanne mit heißem Wasser ausgespült. Nun wird sehr grob gemahlenes Kaffeepulver in das Sieb gegeben, der Wasserverteiler darauf gesetzt und langsam heißes Wasser (97° – nicht kochend!) aufgegossen.

Da auch die Kaffeeöle das Sieb passieren können, schmeckt er zudem unvergleichlich intensiv und vollmundig.

Bayreuther und Karlsbader Kannen sowie ein Tassenfilter

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