Cold Brew Kaffee selber machen: Rezept, Methoden und Tipps für zu Hause

Vreni Eicher
 Person gießt Wasser in eine French Press mit Cold Brew Kaffee der Murnauer Kaffeerösterei und lächelt bei der Zubereitung, Cold Brew Kaffee selber machen: Rezept, Methoden und Tipps für zu Hause

Auf einen Blick:

  • Verstehen, was Cold Brew Kaffee ist und wie er sich von heiß gebrühtem Kaffee unterscheidet.
  • Ein praxiserprobtes Grundrezept, um Cold Brew Kaffee zu Hause sicher und reproduzierbar zuzubereiten.
  • Geeignete Bohnen, Röstgrade und Mahlgrade für unterschiedliche Geschmacksprofile auswählen.
  • Wichtige Cold-Brew-Methoden (Full Immersion, Cold Drip, Flash Brew, Nitro) einordnen und vergleichen.
  • Typische Fehler bei Cold Brew erkennen und mit wenigen Anpassungen zu deutlich besserem Geschmack gelangen.

Cold Brew Kaffee entsteht durch eine lange Extraktion mit kaltem Wasser und bringt so besonders milde, klare und oft fruchtige Aromen in die Tasse. Wer Cold Brew Kaffee zu Hause zubereitet und dabei Mahlgrad, Mischungsverhältnis und Ziehzeit im Blick behält, erhält mit einfachen Mitteln einen erfrischenden, aromatischen Kaltkaffee. Dieser Guide zeigt, welche Cold-Brew-Methoden es gibt, welche Bohnen harmonieren und an welchen Stellschrauben Homebaristi drehen, um ihren Cold Brew gezielt zu verfeinern.

Wer zum ersten Mal ein Glas Cold Brew in der Hand hält, erlebt eine andere Seite des Kaffees: In der Nase liegen fruchtige Noten, im Mund fühlt sich der Kaffee weich und klar an, oft mit einer angenehmen Süße. Der Eindruck erinnert eher an einen erfrischenden Tee oder einen leichten Dessertwein als an den gewohnten Frühstückskaffee.

Dieser Artikel richtet sich an alle, die Cold Brew Kaffee zu Hause entdecken oder vertiefen möchten – vom neugierigen Kaffee-Einsteiger bis zum Homebarista mit erster Ausstattung. Er zeigt, wie mit gut ausgewählten Bohnen, einem geeigneten Mahlgrad und etwas Zeit ein Cold Brew entsteht, der im Sommer erfrischt und das ganze Jahr über die Kaffeeroutine bereichert.


Was ist Cold Brew Kaffee?

Cold Brew Kaffee ist Kaffee, der mit kaltem Wasser über viele Stunden extrahiert wird, anstatt mit heißem Wasser aufgebrüht zu werden. Durch diese sanfte, langsame Extraktion entsteht ein besonders milder, klarer Kaffee mit zurückhaltender Säure und Bitterkeit.

Beim Cold Brew liegen grob gemahlene Kaffeebohnen im kalten Wasser, meist zwischen 10 und 14 Stunden. In dieser Zeit lösen sich vor allem wasserlösliche Aromen, während Öle und reizende Säuren viel weniger in das Getränk übergehen. Das Ergebnis schmeckt weich, oft mit Anklängen von Kakao, Beeren oder Steinfrüchten – je nach Bohne, Röstung und Ziehzeit.

Cold Brew hat sich weltweit zu einem festen Bestandteil der modernen Kaffeekultur entwickelt. Ob pur auf Eis, mit Milchalternativen oder als Basis für kreative Drinks – der kalt extrahierte Kaffee eröffnet viele Möglichkeiten im Glas.


Worin liegt der Unterschied zwischen Cold Brew und heiß gebrühtem Kaffee?

Cold Brew Kaffee unterscheidet sich vor allem durch Temperatur und Zeit vom klassischen heiß gebrühten Kaffee. Während Filterkaffee oder Espresso mit heißem Wasser in wenigen Minuten entstehen, arbeitet Cold Brew mit kaltem Wasser über viele Stunden und löst dadurch andere Anteile aus dem Kaffeemehl.

Heißes Wasser extrahiert in kurzer Zeit viele Öle, Säuren und Aromastoffe und erzeugt so den vertrauten, intensiven und teils kantigen Kaffeegeschmack. Kaltes Wasser arbeitet deutlich sanfter: Es holt vor allem die wasserlöslichen Aromen aus der Bohne, während Bitterstoffe und wahrgenommene Säure im Hintergrund bleiben.

Typische Eigenschaften von Cold Brew im Vergleich zu heiß gebrühtem Kaffee:

  • Milder, runder Geschmack mit geschmeidigem Mundgefühl.
  • Zurückhaltende Säure und Bitterkeit , die viele Kaffeefans als angenehm empfinden.
  • Fruchtige und süßliche Noten treten stärker in den Vordergrund.
  • Stabile Aromatik , die auch gekühlt und auf Eis überzeugt.

Während heiß gebrühter Kaffee beim Abkühlen oft an Eleganz verliert, bleibt Cold Brew geschmacklich stabil. Für viele ist er deshalb der Einstieg in eine neue, überraschend vielseitige Kaffeewelt.


Wie lässt sich Cold Brew Kaffee zu Hause zubereiten?

Cold Brew Kaffee zu Hause zuzubereiten gelingt schon mit wenigen Hilfsmitteln: grob gemahlene Bohnen, kaltes Wasser, ein Gefäß und etwas Zeit. Das Grundprinzip lautet immer: Kaffee in kaltem Wasser ziehen lassen, sorgfältig filtern, kühl lagern.

Ein bewährtes Cold-Brew-Rezept für etwa 750–800 ml :

Zutaten und Verhältnis
  • 50 g grob gemahlener Kaffee (etwas gröber als bei Filterkaffee, etwa wie grobes Meersalz)
  • 800 ml kaltes, frisches Wasser
  • Ziehzeit: etwa 10–14 Stunden im Kühlschrank
  • Gefäß: Cold-Brew-Kanne, French Press oder großes Glas mit Deckel; dazu ein feinmaschiges Sieb oder Papierfilter
Schritt-für-Schritt-Zubereitung von Cold Brew zu Hause:
  1. Kaffee frisch mahlen, der Mahlgrad darf deutlich grob ausfallen.
  2. Kaffeemehl in das Gefäß geben.
  3. Mit kaltem Wasser aufgießen und kurz umrühren, bis alles gleichmäßig benetzt ist.
  4. Das Gefäß verschließen und im Kühlschrank ziehen lassen.
  5. Nach 10–14 Stunden den Cold Brew durch ein feines Sieb oder einen Papierfilter gießen.
  6. In eine saubere Flasche oder Karaffe füllen und weiterhin im Kühlschrank aufbewahren.

Für besonders klare, elegante Cold Brews lohnt ein Zusatzschritt: Wer das frisch gemahlene Pulver vor dem Brühvorgang durch ein grobes Sieb schüttelt, trennt feine Partikel („Fines“) ab. Das sorgt für ein sauberes Mundgefühl und ein klares Geschmacksbild.

Im Kühlschrank bleibt Cold Brew im Regelfall zwei bis drei Tage aromatisch. Viele Homebaristi bereiten lieber kleinere Mengen häufiger zu – die Frische zahlt sich im Glas aus, etwa wenn der erste Schluck eines perfekt gekühlten Cold Brew an einem warmen Nachmittag besonders lebendig wirkt.


Welcher Kaffee eignet sich für Cold Brew?

Für Cold Brew Kaffee eignen sich vor allem Bohnen, die ein klares, vielschichtiges Aromaprofil mitbringen. Helle bis mittlere Röstungen aus Arabica-Bohnen zeigen im Cold Brew besonders gut, wie facettenreich Kaffee schmecken kann.

Besonders spannend für Cold Brew sind:

  • Arabica-Bohnen mit komplexen, fruchtigen oder floralen Noten.
  • Helle bis mittlere Röstungen , die lebendige Säuren und Süße mitbringen.
  • Herkünfte aus Afrika und Lateinamerika , etwa Äthiopien, Kenia oder Kolumbien.

Wer cremige, schokoladige Cold Brews bevorzugt, findet bei etwas dunkleren, schokoladig-nussigen Röstungen passende Kandidaten. Sie schenken dem Cold Brew mehr Körper und eine röstigere Süße.

Barista-Tipp für das Aromaprofil von Cold Brew:

Der Extraktionsprozess bei Cold Brew ähnelt dem von Filterkaffee, läuft jedoch wesentlich langsamer ab. Eine kürzere Ziehzeit (zum Beispiel 10 statt 14 Stunden) betont häufig fruchtige, lebendige Noten. Eine etwas längere Zeit verstärkt Süße und Tiefe, kann aber auch röstige Nuancen deutlicher in den Vordergrund bringen.

Ein weiterer Punkt ist die Reifezeit nach dem Rösten: Direkt nach dem Rösten entweicht einige Tage lang CO₂ aus der Bohne. Dieses Gas wirkt wasserabweisend und bremst die Extraktion. Viele Röstereien empfehlen, den Kaffee etwa zwei bis drei Wochen nach dem Röstdatum für Cold Brew einzusetzen – dann entfaltet er sein volles Potenzial.


Welche Zubereitungsmethoden für Cold Brew Kaffee gibt es?

Cold Brew lässt sich mit verschiedenen Methoden zubereiten – von sehr einfach bis technisch anspruchsvoll. Die Wahl der Cold-Brew-Methode beeinflusst Geschmack, Textur, Optik und Aufwand.

Full Immersion: der klassische Cold Brew im Kaltaufguss

Bei der Full-Immersion-Methode liegt das Kaffeepulver vollständig im Wasser und zieht über viele Stunden im Kühlschrank. Diese Methode ist ideal, um Cold Brew Kaffee zu Hause unkompliziert zuzubereiten.

Typische Brühzeit: 12–24 Stunden im Kühlschrank.

  • Vorteile:
    • Einfach umsetzbar, auch ohne Spezial-Equipment. Mildes, balanciertes Aromaprofil. Ziehzeit lässt sich gezielt steuern.

  • Zu beachten:
    • Die Wartezeit ist länger. Je nach Filterung bleiben manchmal feine Partikel im Getränk.

Für den Einstieg in Cold Brew zu Hause ist Full Immersion die wohl vielseitigste Methode – ob in einer speziellen Cold-Brew-Kanne, einer French Press oder einem schlichten Glasgefäß.


Cold Drip: Cold Brew Tropfen für Tropfen

Bei Cold Drip fließt kaltes Wasser langsam, Tropfen für Tropfen, durch ein Bett aus grob gemahlenem Kaffee. Die Brühzeit liegt meist zwischen 6 und 12 Stunden.

  • Vorteile:
    • Sehr klare, präzise Extraktion mit ausgeprägter Aromatik. Optisch ein Highlight – besonders im Café oder auf der heimischen Küchenzeile.
  • Zu beachten:
    • Tropfgeschwindigkeit und Durchlaufzeit benötigen etwas Aufmerksamkeit. Die Geräte sind eher im Spezialitätenbereich zu finden.

Cold Drip begeistert Kaffeefans, die Freude an Ritual, Optik und feiner Justierung haben.


Flash Brew: schneller Cold Brew direkt auf Eis

Flash Brew bezeichnet heiß gebrühten Kaffee, der direkt auf Eis extrahiert wird. Ein Teil des Wassers wird dabei durch Eis ersetzt, sodass der Kaffee unmittelbar beim Kontakt mit dem Eis abkühlt.

  • Vorteile:
    • Zubereitung in wenigen Minuten. Frische Säuren und lebendige Frucht bleiben erhalten. Ideal, wenn spontan ein aromatischer, gekühlter Kaffee gefragt ist.
  • Zu beachten:
    • Das Verhältnis von Wasser, Kaffee und Eis benötigt etwas Erfahrung. Für längere Lagerung im Kühlschrank ist klassischer Cold Brew besser geeignet.

Flash Brew eignet sich besonders, wenn Gäste vorbeikommen oder der Wunsch nach einem schnellen, eisgekühlten Kaffee aufkommt.


Nitro Cold Brew: Cold Brew mit cremigem Mundgefühl

Nitro Cold Brew ist klassischer Cold Brew, der mit Stickstoff versetzt und meist aus einer Zapfanlage ausgeschenkt wird. Der feinperlige Stickstoff verleiht dem Kaffee ein seidiges Mundgefühl und eine cremige Schaumkrone.

  • Vorteile:
    • Cremige Textur, die an ein Stout-Bier erinnert. Attraktive Optik im Glas mit dichter, feiner Crema. Ideal für Bars, Cafés und Röstereien mit Schankkonzept.
  • Zu beachten:
    • Eine spezielle Zapf- und Gas-Ausstattung ist erforderlich.

Nitro Cold Brew sorgt besonders im gastronomischen Umfeld für eindrucksvolle Momente – vom ersten Zapfgeräusch bis zum cremigen Schluck.


Active Brewing: Cold Brew Systeme für Profis

Professionelle Systeme wie BrewBomb, Hardtank oder Dripster Pro arbeiten mit kontrolliertem Druck, definierten Durchflussraten und Hygienekonzepten. Sie sind darauf ausgelegt, Cold Brew in größeren Mengen und mit gleichbleibender Qualität zu produzieren.

  • Vorteile:
    • Große Produktionsmengen in kurzer Zeit. Reproduzierbare Ergebnisse und standardisierte Qualität. Gut in gastronomische Prozesse und HACCP-Konzepte integrierbar.
  • Zu beachten:
    • Deutlich höherer Investitions- und Platzbedarf


Zwischenfazit zu den Methoden:

Für den Alltag zu Hause bleibt die Full-Immersion-Methode die bequemste und vielseitigste Wahl. Wer optische Effekte und feine Steuerung schätzt, findet im Cold Drip ein spannendes Feld. In Cafés prägen Nitro Cold Brew und professionelle Active-Brewing-Systeme das Bild moderner Kaltkaffee-Konzepte.


Welche typischen Fehler beim Cold Brew lassen sich leicht vermeiden?

Einige typische Stellschrauben beim Cold Brew beeinflussen das Ergebnis deutlich. Wer sie kennt, erreicht schneller den gewünschten Geschmack und erlebt seinen Cold Brew von Glas zu Glas harmonischer.

Mahlgrad zu fein gewählt

Ein sehr feiner Mahlgrad vergrößert die Kontaktfläche und stärkt die Extraktion. Das kann zu einem schweren, unrunden Geschmack führen. Grob gemahlener Kaffee – etwa wie grobes Meersalz – schenkt Cold Brew dagegen eine klare Struktur. Das optionale Sieben des Mahlguts reduziert feine Partikel und unterstützt ein sauberes Mundgefühl.


Ziehzeit außerhalb des persönlichen Sweet Spots

Cold Brew benötigt Zeit, damit sich die gewünschten Aromen lösen. Viele Homebaristi orientieren sich an einer Spanne von 12 bis 18 Stunden im Kühlschrank und finden darin ihren Lieblingsbereich. Wer fruchtige, spritzige Noten bevorzugt, probiert eher kürzere Zeiten; wer Tiefe und Süße liebt, verlängert moderat.


Unpräzises Verhältnis von Kaffee und Wasser

Ohne Waage schwankt das Mischungsverhältnis. Ein solider Startpunkt für Cold Brew zu Hause ist etwa 45–50 g Kaffee auf 750–800 ml Wasser. Von dort aus lässt sich justieren: mehr Kaffee für intensivere Cold-Brew-Konzentrate, etwas weniger für leichtere Varianten.


Filtration mit zu groben Sieben

Feine Schwebstoffe im Getränk beeinflussen Mundgefühl und Geschmacksentwicklung im Laufe der Lagerung. Eine Kombination aus grobem Vorfiltern (zum Beispiel mit Sieb oder French Press) und anschließender Papierfilterung sorgt für ein klares, sauberes Ergebnis, das im Glas brillant wirkt.


Lagerung ohne konsequente Kühlung

Cold Brew fühlt sich im Kühlschrank am wohlsten. Dort bleibt er frisch und stabil und entfaltet über zwei bis drei Tage ein angenehmes Aromabild. Saubere Gefäße und eine kühle Lagerung unterstützen die Qualität und sorgen dafür, dass jede Tasse so lebendig schmeckt wie die erste.


Bohnenprofil passt nicht zum gewünschten Geschmacksziel

Kaffees mit stark röstbetonten, rauchigen Noten schenken dem Cold Brew ein kraftvolles Profil. Wer leichte, fruchtige und klare Aromen betonen möchte, erreicht dieses Ziel meist leichter mit helleren, fruchtbetonten Röstungen. Hier lohnt sich ein spielerischer Ansatz: unterschiedliche Herkünfte vergleichen, Notizen machen und den persönlichen Lieblings-Coffee für Cold Brew finden.

Kurz zusammengefasst: Mit passendem Mahlgrad, ruhiger Extraktion im Kühlschrank, durchdachter Bohnenwahl und sorgfältigem Filtern entsteht ein Cold Brew Kaffee, der die Sinne weckt und Lust auf weitere Experimente macht.


Welche Rolle spielt Cold Brew in der modernen Kaffeekultur?

Cold Brew hat sich von der Nische zu einer eigenständigen Kategorie neben heiß gebrühtem Kaffee entwickelt. Besonders jüngere Zielgruppen entdecken ihn als erfrischende, vielseitige Alternative.

Studien des Deutschen Kaffeeverbands zeigen, dass vor allem die Generation Z Cold Brew regelmäßig genießt. Gründe sind Neugier, Offenheit für neue Geschmackserlebnisse und ein bewussterer Umgang mit Getränken. Cafés und Röstereien reagieren darauf mit:

  • kreativen Cold-Brew-Signature-Drinks,
  • Nitro-Zapfanlagen und Coffee-Cocktails,
  • speziellen Röstprofilen für Kaltaufguss,
  • Cuppings, bei denen Cold Brew im Mittelpunkt steht.

In den USA hat sich Cold Brew bereits zu einem wichtigen Marktsegment entwickelt; in Europa wächst seine Präsenz in Cafés, im Kühlregal und in Röstereien stetig. Fachbetriebe arbeiten mit standardisierten Cupping-Protokollen und app-gesteuerten Systemen, um Klarheit, Balance und Hygiene auf hohem Niveau zu sichern.

Für Homebaristi bleibt Cold Brew trotz aller Techniktrends etwas sehr Zugängliches: frisch gemahlener Kaffee, kaltes Wasser, Zeit – und der Moment, in dem das Glas aus dem Kühlschrank kommt, Eiswürfel leise klirren und der Duft aus dem Glas den Sommer ein Stück näher rückt.


Die Extraktion des Ganzen

  • Cold Brew Kaffee zeigt eine besonders milde, klare und oft fruchtige Seite des Kaffees und ergänzt heiß gebrühte Varianten um eine eigene Kategorie.
  • Der Unterschied zu klassischem Kaffee liegt in Temperatur und Zeit – das bestimmt, welche Aromen und Stoffe extrahiert werden.
  • Mit einem einfachen Grundrezept, grobem Mahlgrad und kühler Extraktion im Kühlschrank gelingt Cold Brew auch Einsteigern sicher.
  • Helle bis mittlere, fruchtbetonte Arabicas wirken im Cold Brew lebendig, während schokoladige Röstungen für cremige, röstige Varianten sorgen.
  • Full Immersion eignet sich hervorragend für den Alltag zu Hause; Cold Drip, Flash Brew und Nitro erweitern das Spektrum für neugierige Kaffeefans und Profis.
  • Wer Mahlgrad, Ziehzeit, Mischungsverhältnis und Bohnenprofil bewusst wählt, kann den Charakter des eigenen Cold Brew gezielt formen.
  • Der nächste Schritt liegt im Ausprobieren: ein Glas Cold Brew ansetzen, feinjustieren und Schritt für Schritt zur persönlichen Lieblingsvariante finden.

Häufige Fragen zu Cold-Brew

Was ist Cold Brew Kaffee?

Cold Brew Kaffee ist kalt extrahierter Kaffee, bei dem grob
gemahlenes Kaffeemehl über viele Stunden in kaltem Wasser zieht. Die langsame
Extraktion sorgt für einen milden, klaren Geschmack mit zurückhaltender Säure
und Bitterkeit. Je nach Bohne zeigt Cold Brew fruchtige, schokoladige oder
nussige Noten.

Wie mache ich Cold Brew Kaffee zu Hause am einfachsten?

Ein bewährter Einstieg ist das Verhältnis von etwa 50 g grob
gemahlenem Kaffee auf 800 ml kaltes Wasser. Der Kaffee zieht in einem
verschlossenen Gefäß 10–14 Stunden im Kühlschrank und wird danach fein
gefiltert. So entsteht ein Cold Brew, der pur, auf Eis oder mit
Milchalternativen begeistert.

Wie lange muss Cold Brew Kaffee ziehen?

Viele Homebaristi liegen mit 12–18 Stunden Ziehzeit im
Kühlschrank in einem guten Bereich. Eine kürzere Zeit betont oft fruchtige,
lebendige Aromen, eine etwas längere verstärkt Süße und Tiefe. Es lohnt sich,
innerhalb dieser Spanne zu experimentieren und den persönlichen Sweet Spot zu
finden.

Welcher Kaffee eignet sich besonders gut für Cold Brew?

Ideal sind hell bis mittel geröstete Arabicas mit fruchtigen
oder floralen Noten. Kaffees aus Regionen wie Äthiopien, Kenia oder Kolumbien
zeigen im Cold Brew häufig lebendige, saftige Aromen. Wer kräftigere,
schokoladige Varianten schätzt, kann auch zu etwas dunkleren, süßlich-röstigen
Röstungen greifen.

Kann ich Cold Brew mit „normalem“ Kaffee aus dem Supermarkt zubereiten?

Grundsätzlich lässt sich auch bereits vorhandener Kaffee für
Cold Brew verwenden. Ein grober Mahlgrad sorgt jedoch für ein klareres,
angenehmeres Ergebnis, weshalb viele Kaffeefans von frisch gemahlenen Bohnen
profitieren. Cold Brew ist zudem eine gute Möglichkeit, das vertraute
Kaffeearoma einmal auf neue Art kennenzulernen.

Was ist der Unterschied zwischen Cold Brew und Iced Coffee?

Cold Brew wird mit kaltem Wasser über viele Stunden
extrahiert, während Iced Coffee meist als heiß gebrühter Kaffee entsteht, der
anschließend mit Eis gekühlt wird. Dadurch wirkt Iced Coffee oft kräftiger und
säurebetonter, während Cold Brew weicher, süßer und runder schmeckt. Beide
Varianten haben ihren Reiz und lassen sich je nach Stimmung wählen.

Wie lange ist Cold Brew im Kühlschrank haltbar?

Im Kühlschrank bleibt Cold Brew in der Regel zwei bis drei
Tage aromatisch und angenehm. Wer Wert auf maximale Frische legt, bereitet
lieber kleinere Mengen häufiger zu. Saubere Gefäße und eine durchgehend kühle
Lagerung unterstützen eine stabile Qualität.

Was ist Nitro Cold Brew Kaffee?

Nitro Cold Brew ist Cold Brew Kaffee, der mit Stickstoff
versetzt und meist aus einer Zapfanlage ausgeschenkt wird. Der Stickstoff
verleiht dem Getränk eine cremige Textur und eine feine Schaumkrone, ähnlich
wie bei einem dunklen Bier. Geschmacklich bleibt es jedoch reiner Kaffee – nur
mit besonders seidigem Mundgefühl.

Welche Cold-Brew-Methode ist für mich als Einsteiger am besten?

Für Einsteiger eignet sich die Full-Immersion-Methode mit
Kanne oder French Press am besten. Sie benötigt nur grob gemahlenen Kaffee,
Wasser und etwas Zeit und liefert schnell reproduzierbare Ergebnisse. Später
können Cold Drip, Flash Brew oder Nitro spannende Ergänzungen sein, wenn der
Wunsch nach Abwechslung wächst.

Kann ich Cold Brew mit einer French Press zubereiten?

Eine French Press ist ideal für Cold Brew zu Hause. Grob
gemahlener Kaffee wird mit kaltem Wasser aufgegossen, die Kanne wandert
abgedeckt in den Kühlschrank und nach der Ziehzeit wird der Stempel langsam
heruntergedrückt. Wer ein besonders klares Ergebnis bevorzugt, filtert den
Kaffee anschließend zusätzlich durch einen Papierfilter.

Warum schmeckt mein Cold Brew bitter oder „schwer“?

Ein bitterer oder sehr dichter Cold Brew deutet häufig auf
einen zu feinen Mahlgrad, eine sehr lange Ziehzeit oder ein hohes
Kaffee-Wasser-Verhältnis hin. Grober mahlen, die Extraktionszeit etwas
verkürzen und das Verhältnis von etwa 45–50 g Kaffee auf 750–800 ml Wasser
bringen oft bereits eine deutliche Verbesserung. Helle, fruchtbetonte Bohnen
unterstützen zusätzlich ein leichteres, klareres Geschmacksbild.

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