Adagio ist ein entkoffeinierter Arabica aus São Gonçalo do Sapucaí in der südbrasilianischen Region Sul de Minas. Die hügelige Landschaft, das milde Klima und Höhenlagen zwischen etwa 950 und 1.200 Metern prägen den Kaffeeanbau vor Ort. Unter diesen Bedingungen entwickeln sich die Kaffeekirschen über die Reifezeit hinweg – die Grundlage für das ausgewogene Profil dieses Kaffees.
Die Kooperative APAS – Associação dos Produtores do Alto da Serra – wurde 2006 gegründet. Nach den vorliegenden Angaben gehören ihr 67 landwirtschaftliche Betriebe an, die jeweils Flächen von durchschnittlich rund 20 Hektar bewirtschaften. Die Mitglieder arbeiten eigenständig und nutzen zugleich gemeinsame Strukturen für Wissensaustausch, Qualitätssicherung und Verarbeitung. Schulungen und abgestimmte Abläufe unterstützen sie dabei, Anbau, Ernte und Aufbereitung kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Catuai und Mundo Novo sind die Arabica-Varietäten, die für Adagio verwendet werden. Nach der Ernte werden die Kaffeekirschen im Natural Process aufbereitet: Sie trocknen mit Fruchtfleisch, bevor die Bohnen herausgelöst und weiterverarbeitet werden. Diese Aufbereitungsart kann die Süße, den Körper und die weiche Textur des späteren Tassenprofils mitprägen.
Beim Entkoffeinierungsprozess werden die Kaffeebohnen zunächst mit Wasserdampf behandelt, damit sich die Zellstruktur öffnet. Anschließend wird unter hohem Druck Kohlendioxid durch die Bohnen geleitet. Das CO₂ verbindet sich mit dem Koffein und wird danach wieder von den Bohnen getrennt, die im Anschluss geröstet werden. Diese Methode ist darauf ausgelegt, das Aromapotenzial der Bohnen zu schonen. In Kaffee schlummern über 800 verschiedene Aromen, die den Charakter und das Genusserlebnis in der Tasse prägen.
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