Die Tega & Tula Specialty Coffee Farm
gilt als eine der frühen kommerziell geführten Spezialitätenkaffee-Farmen Äthiopiens und wurde im Jahr 2000 gegründet. Das Herzstück des Estates liegt rund 460 Kilometer südwestlich von Addis Abeba im Kafa Biosphärenreservat bei Bonga, wo hochgelegene, bewaldete Hänge das Mikroklima prägen und alte Bäume natürlichen Schatten für die Kaffeepflanzen spenden.
Kaffa als Ursprung des Arabica
steht im Zentrum dieser Farmgeschichte, denn die Region gilt vielen als symbolische Wiege der Kaffeepflanze. Die kühlen, oft nebelverhangenen Wälder der Kaffa-Hochlagen auf etwa 1.500 bis 2.000 Metern Seehöhe sind bekannt für Arabicas mit komplexem Geschmacksbild, und das Tega-und-Tula-Areal umfasst nach vorliegenden Angaben rund 402 Hektar mit neun Blöcken und knapp einer Million Kaffeebäumen.
Die Farmbereiche Tega und Tula
sind in Kaffa in zwei Bio-Betriebe gegliedert, die zusätzlich über Rainforest-Zertifizierungen verfügen. Welche Siegel und Angaben für einen konkreten Kaffee kommuniziert werden dürfen, hängt jeweils davon ab, ob der betreffende Lot im entsprechenden zertifizierten Warenstrom geführt wird und aktuelle Zertifikate, Lizenzdaten und Rückverfolgbarkeitsunterlagen vorliegen.
Strukturierte Blöcke und Washing Stations
bilden die Grundlage für die Lots aus Kaffa. Die Farm arbeitet mit klar abgegrenzten Parzellen, eigenen Nursery-Sites und mehreren Aufbereitungsstationen, in denen sowohl gewaschene als auch sonnengetrocknete Kaffees verarbeitet werden; so lassen sich Kirschen blockweise ernten, sortieren und aufbereiten, damit einzelne Lots sensorisch und geografisch genau zugeordnet werden können.
Das Farmnetzwerk von Tega & Tula
reicht über Kaffa hinaus und umfasst weitere Flächen in Gesha und Anderacha sowie Standorte in der Zone Guji. Diese Regionen liegen in typischen äthiopischen Hochlandlagen mit Kombinationen aus Höhe, Niederschlag und Böden, die unterschiedliche Profile ermöglichen und es Röstereien erlauben, Kaffees aus Kaffa, Gesha, Anderacha und Guji nebeneinander im Sortiment zu führen.
Die Herkunftsgeschichte
ist eng mit Ahadu Woubshet verbunden, der nach seiner Tätigkeit in der US-Wirtschaft nach Äthiopien zurückkehrte und als Teil des Gründungsteams der Ethiopian Commodity Exchange (ECX) an Qualitätsstandards, Schulungen, Markttransparenz und den ersten gehandelten Kaffeekontrakten mitarbeitete. Aus den Einblicken in Anbau, Aufbereitung und Handel in vielen Regionen entstand der Entschluss, direkt am Ursprung zu investieren und eine Farmstruktur aufzubauen, die Qualität und Rückverfolgbarkeit vom Block bis in den Export verbindet.
Als Partner für Röstereien
bietet die Farm heute klar definierte Lots aus Kaffa und den weiteren Farmgebieten. Handelspartner und Röstereien können zwischen größeren Farm-Lots und kleinteilig geführten Block-Lots wählen und so Kaffees aus dem südwestlichen Äthiopien gezielt als Limu Grade 2 oder als spezifische Microlots im eigenen Portfolio positionieren.
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