Oxapampa
liegt im zentralen Bergwald Perus und verbindet die Höhenlagen der Anden mit dem tropisch geprägten Amazonasraum. Die Kaffeeflächen befinden sich in schwer zugänglichen Regionen, in denen steile Hänge und kleine Parzellen die Bewirtschaftung bestimmen. Viele Arbeiten erfolgen deshalb von Hand. Die FarmerInnen begleiten die Pflanzen über den gesamten Wachstumszyklus, ernten die reifen Kaffeekirschen und bereiten sie für die weitere Verarbeitung vor. Das Wissen über Böden, Niederschläge und lokale Mikroklimata wird innerhalb der Familien und Dorfgemeinschaften weitergegeben.
Die besonderen geografischen Bedingungen begrenzen eine stark mechanisierte Bewirtschaftung. Auf den beschriebenen Flächen erfolgen nur wenige Eingriffe in den natürlichen Wachstumszyklus. Nach den vorliegenden Angaben wird zur Düngung naturbelassener Guano eingesetzt. Diese konkrete Aussage sollte vor einer werblichen Veröffentlichung durch aktuelle Unterlagen der LieferantInnen oder der Kooperative belegt werden. Pauschale Aussagen wie „natürlich“, „umweltschonend“ oder „ökologisch nachhaltig“ werden daraus nicht abgeleitet.
Yanesha-Dörfer
bilden den gesellschaftlichen Hintergrund dieses Kaffees. Die beteiligten FarmerInnen stammen aus sieben Yanesha-Dörfern in der Provinz Oxapampa. Ihre Kaffeeflächen liegen im zentralen Dschungel Perus und werden überwiegend kleinstrukturiert bewirtschaftet. Die Verbindung aus regionalem Wissen, Handarbeit und gemeinsamer Organisation prägt den Anbau. Dabei steht nicht eine einzelne große Plantage im Mittelpunkt, sondern die Arbeit zahlreicher Familien und Dorfgemeinschaften.
Die CEPRO Yanesha Coffee Cooperative bündelt einen Teil dieser Strukturen. Sie wurde am 30. Januar 2016 gegründet, nachdem sie zuvor mehr als fünf Jahre als Vereinigung zweiten Grades gearbeitet hatte. Nach den vorliegenden Angaben gehören ihr 150 Mitglieder an. Darunter befinden sich 141 KaffeepartnerInnen, davon 98 Männer und 43 Frauen. Die Kooperative schafft einen organisatorischen Rahmen für die beteiligten Dörfer und die gemeinsame Vermarktung ihrer Kaffees. Der Schwerpunkt dieses Ursprungs bleibt jedoch die konkrete Arbeit auf den kleinen Flächen in Oxapampa.
Peru
ist ein Kaffeeursprung, dessen Anbau stark von den Bergregionen der Anden geprägt wird. Ein großer Teil der Kaffeeflächen liegt in schwer zugänglichen Gebieten. Höhenlage, Hangneigung, Niederschlag und Mikroklima unterscheiden sich von Region zu Region und beeinflussen die Entwicklung der Kaffeekirschen. Die kleinstrukturierte Landwirtschaft und der hohe Anteil manueller Arbeit ermöglichen es, einzelne Herkünfte und Lots differenziert zu erfassen.
Peruanische Kaffees können je nach Region, Varietät und Aufbereitung sehr unterschiedliche sensorische Profile zeigen. Deshalb wird die Qualität dieses Kaffees nicht pauschal aus dem Herkunftsland abgeleitet. Maßgeblich sind die dokumentierte Herkunft aus Oxapampa, die Arbeit der beteiligten FarmerInnen sowie die jeweilige Ernte und Aufbereitung. So steht dieser Kaffee für einen klar zugeordneten Ursprung aus dem peruanischen Bergwald und für die Zusammenarbeit von ProduzentInnen aus sieben Yanesha-Dörfern.
Sie sind in der Region? Viele unserer Produkte können Sie auch vor Ort in unserem Café genießen – zusammen mit leckeren hausgemachten Kuchen! Hier finden Sie zu uns in das Murnauer Kaffeehaus.