Das Ergebnis dieser sorgfältig entwickelten Mischung bringt von allem etwas mit: ein klar strukturiertes Arabica-Profil aus Brasilien und eine fein abgestimmte Bio-Robusta-Komponente aus Vietnam. So entsteht eine ausgewogene Espressomischung, die in Sachen italienisches Espresso-Flair den Nagel auf den Kopf trifft.
Von der Plantage Fazenda Rainha
stammt ein Teil der Bohnen, nahe São Sebastião da Grama in der traditionellen Kaffeezone Mogiana an der Grenze zwischen São Paulo und Minas Gerais. Die steilen Hänge werden überwiegend von Hand geerntet, um nur reife Kirschen zu pflücken und Beschädigungen zu vermeiden. Angebaut wird vor allem die Arabica-Varietät Yellow Bourbon, bekannt für ihr ausgewogenes Profil im Spezialitätenkaffee. Höhenlage, mildes Klima und fruchtbare Böden sorgen für gleichmäßig reifende, dichte Bohnen, die sich präzise rösten und sensorisch klar einordnen lassen. Die Fazenda Rainha arbeitet seit Jahrzehnten an hohen Qualitätsstandards und macht Brasiliens Rolle im Spezialitätenkaffee sichtbar.
Brasilien als Ursprung
prägt seit dem späten 19. Jahrhundert den globalen Kaffeehandel und ist bis heute der größte Kaffeeerzeuger der Welt. Die wichtigsten Anbaugebiete liegen in den Bundesstaaten Minas Gerais, São Paulo, Espírito Santo und Paraná, oft auf größeren, spezialisierten Fazendas in Familienhand. Rund 70 % der Produktion entfallen auf Arabica, insbesondere in höher gelegenen Regionen wie Sul de Minas und Mogiana. Neben volumenorientierten Plantagen gibt es Betriebe, die mit Varietäten wie Bourbon, Mundo Novo oder Catuaí und unterschiedlichen Aufbereitungen gezielt definierte Profile erzeugen. In Spezialitätenkaffees sorgt Brasilien typischerweise für Struktur, Süße und Körper mit Noten von Nuss und Schokolade bis hin zu milden Fruchttönen – genau dieses stabile Arabica-Fundament bringt der brasilianische Anteil in diese Mischung ein.
Vietnam als Anbaugebiet für Fine Robusta
dieser Espressomischung, stammen aus dem weltweit wichtigsten Ursprungsland für Robusta und nach Brasilien zweitgrößten Kaffeeproduzenten. In den Zentralen Hochlandregionen wird überwiegend Robusta angebaut. Neben ertragsorientiertem Kaffee entwickelt sich ein eigener Qualitätszweig: Fine Robusta. ProduzentInnen investieren in verbesserte Aufbereitung, Züchtung und Qualitätskontrolle, um klarere, kontrollierte Profile zu erzielen. So wandelt sich Robusta von der reinen Füllbohne zu einer eigenständigen Komponente mit spannendem sensorischem Potenzial.
Wet polished
aufbereitet: Bereits getrocknete Bohnen werden erneut angefeuchtet und in einer Trommel bewegt, sodass durch Reibung die feine Silberhäutchen-Schicht weitgehend entfernt wird. Das Ergebnis ist ein sehr homogenes, glattes Bohnenbild. Sensorisch wirken solche Qualitäten deutlich sortierter und milder als einfach verarbeitete Robustas: Bitterstoffe und raue Noten treten zurück, während Körper und Fülle erhalten bleiben. Dadurch eignet sich diese Robusta-Komponente ideal für eine Mischung, die auf Klarheit, Balance und beständige Qualität ausgerichtet ist. In Kombination mit brasilianischem Yellow-Bourbon-Arabica entsteht ein Kaffee mit Struktur, Süße, vollem Körper und kontrollierter Intensität – ein ausgewogenes Gesamtbild aus zwei komplementären Ursprüngen.
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