Jamala
ist ein Bio-Robusta-Spezialitätenkaffee aus Idinjamala im indischen Bundesstaat Kerala. Die Anbaugebiete liegen auf etwa 1.200 Metern Höhe am Rand des Anamudi-Shola-Nationalparks in den Western Ghats. In dieser hügeligen Landschaft wachsen die Kaffeepflanzen zwischen Mischkulturen aus Gemüse, Gewürzen und weiteren Nutzpflanzen.
Die Manarcadu Social Service Society (MASS)
ist eine Organisation, die rund 1.600 kleinbäuerliche Betriebe in der Region Idinjamala vereint. Viele Familien bewirtschaften kleine Flächen und leben direkt in den umliegenden Dörfern. Heute wird der Kaffee vollständig von Frauen angebaut, die Mitglieder von MASS sind. Die Organisation bündelt die Ernten, koordiniert die Verarbeitung und initiiert gemeinschaftliche Projekte.
Die Arbeit von MASS
umfasst unter anderem Schulungen für die nächste Generation von Kaffeebäuerinnen. In einer eigenen Baumschule werden Setzlinge herangezogen, die sowohl für Trainingszwecke als auch für die Pflanzung auf den Mitgliedsbetrieben genutzt werden. Die Aufbereitungseinrichtungen im Dorf dienen gleichzeitig als Ort für Informationsaustausch und Angebote rund um das Gemeinwesen.
Jamala als Robusta
basiert auf 100 Prozent Robusta-Bohnen, einschließlich der Hybridlinie CxR (Coffea congensis × Coffea canephora). Diese Linie wird unter anderem wegen ihrer Widerstandsfähigkeit und der dichten Bohnenstruktur geschätzt und ist auf einen gleichmäßigen Ertrag und ein weiches Tassenprofil ausgerichtet.
Die Aufbereitung
erfolgt gewaschen. Nach der Ernte werden die Kirschen in den lokalen Pulper-Stationen entpulpt und weiterverarbeitet, bevor die Bohnen getrocknet werden. So entsteht ein Robusta, der sich deutlich von klassischen Massenqualitäten abhebt und als Spezialitätenkaffee eingesetzt werden kann.
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