Suke Quto
ist ein Bio-Arabica-Spezialitätenkaffee aus Äthiopien und trägt den Namen der Farm, auf der ein großer Teil dieses Kaffees entsteht. Die Farm liegt in der Guji-Zone im Süden des Landes, unweit der Stadt Shakiso. In Höhenlagen von rund 1.800 bis 2.100 Metern wachsen die Kaffeepflanzen an den Hängen der Wälder, geschützt von Schattenbäumen und eingebettet in eine vielfältige Vegetation.
Die Farm Suke Quto
wurde von Tesfaye Bekele aufgebaut. Nach schweren Bränden in der Region setzte er auf eine Wiederbepflanzung mit Kaffeebäumen und Schattenbäumen und entwickelte Suke Quto schrittweise zu einem Betrieb, der eigene Flächen mit einem Netzwerk umliegender Kleinbetriebe verbindet. Viele dieser kleinbäuerlichen Parzellen liefern ihre Kirschen an die Aufbereitungsstationen von Suke Quto, sodass der Spezialitätenkaffee sowohl Farm- als auch Kleinbauernanteile umfasst.
Die Aufbereitung bei Suke Quto
erfolgt überwiegend gewaschen. Nach der Ernte werden die reifen Kirschen selektiv von Hand gepflückt, entpulpt und in Becken fermentiert. Anschließend werden die Bohnen gewaschen und auf Afrikanischen Trockenbetten in der Sonne getrocknet. Je nach Lot nutzt die Farm zusätzlich natürliche Aufbereitungen, bei denen die Kirschen mit Fruchtfleisch trocknen. Die getrennte Führung der Lots ermöglicht es, unterschiedliche Spezialitätenkaffees aus der Farm und dem Umfeld von Guji herauszuarbeiten.
Die Struktur des äthiopischen Kaffeeanbaus unterscheidet sich deutlich von vielen klassischen Plantagenregionen. Ein Großteil des Kaffees stammt von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, deren Parzellen oft weniger als einen Hektar umfassen und eher wie bewirtschaftete Gärten als wie große Farmen wirken. Viele dieser Betriebe haben keine Möglichkeit, ihren Kaffee direkt zu exportieren und sind auf verlässliche Handels- und Aufbereitungsstrukturen angewiesen.
Die Ethiopian Commodity Exchange (ECX)
spielt in diesem System eine zentrale Rolle. An der Börse werden Kaffees nach Herkunftsregionen und Qualitätsstufen klassifiziert, erfasst und für den Export gebündelt. So entsteht eine Struktur, in der auch kleinbäuerliche Ernten ihren Weg an den internationalen Markt finden können. Farmen und Projekte wie Suke Quto arbeiten je nach Lots und Vertragsmodellen sowohl über diese Strukturen als auch mit separat rückverfolgbaren Partien.
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